Webdesign

Webdesign auf Basis von Nutzerdaten

Sie wollen für einen Kunden das Webdesign überarbeiten? Selbstredend soll die neue Webseite besser als die alte sein. Doch was heisst schon «besser»? Typische Anforderungen an eine neue Webseite sind, dass sie moderner gestaltet, einfacher zu verwalten und nutzerfreundlicher sein soll. In diesem Artikel erfahren Sie wie Sie mithilfe von Google Analytics zu diesem Ziel gelangen.

Was der Kunde meist nur in schwammigen Worten beschreiben kann, lässt sich mit Analysetools wie beispielsweise Google Analytics messbar machen und für die Gestaltung von Webseiten verwenden. Dieses Vorgehen wird auch “Data driven Design” genannt.

In meinem heutigen Beitrag geht es mir darum, aufzuzeigen, wie Agenturen mit Hilfe von wenigen Kennzahlen aus Google Analytics typische Webprojekte in der Grössenordnung von 6’000 bis 30’000 Franken für ihre Kunden erfolgreicher konzipieren, gestalten und umzusetzen können. 

Als Grundlage dient dabei – wenn immer möglich – die bestehende Webseite des Kunden.

Bereits die Berücksichtigung der Zahlen von Absprung- und Ausstiegsrate, Verweildauer und Conversion Rate helfen, Design, Struktur und Inhalte einer Webseite zu verbessern. Zwischen diesen Kennzahlen bestehen nämlich Abhängigkeiten. So treibt beispielsweise eine tiefe Seitengeschwindigkeit die Absprungrate in die Höhe.

Schauen wir, was diese Begriffe genau bedeuten und welche Hinweise sie uns für das Webdesign geben:

Die Verweildauer der Nutzer

Mit der Kennzahl “Verweildauer”, auch “Time-one-Site” genannt, wird die Zeit gemessen, wie lange der durchschnittliche Nutzer auf der Webseite oder einzelnen Unterseiten verweilt.

Die Zahl gibt Ihnen einen Hinweis darauf, wie stark sich die Nutzer auf die zur Verfügung gestellten Inhalte einlassen. Vergleichen Sie die Zahlen einzelner Seiten und identifizieren Sie so Schwachstellen Ihrer Webseite. Dabei hilft Ihnen Google Analytics mit dem Bericht unter Verhalten > Websitecontent > Alle Seiten. 

Die Verweildauer auf einer Seite kann wie folgt erhöht werden:

  • Erwartungen des Besuchers an die Seite erfüllen
  • Die Seitenstruktur logisch und nachvollziehbar aufbauen
  • Gut lesbare Schrift
  • Passendes Bildmaterial und hohe Bildqualität
  • Optimierung für mobile Geräte
  • Stimmige Textqualität 

Ein Blick auf die Seitenaufrufe ist deshalb interessant, weil man hier sieht, für welche Inhalte des Unternehmens die Besucher sich interessieren und welche für sie weniger relevant sind. Berücksichtigen Sie diese Information im Webdesign.

In Google Analytics einsehbar unter: Verhalten > Websitecontent > alle Seiten

Aufrufe nach Geräten – mobiles Webdesign

Die Analyse der Anzahl Seitenaufrufe verschiedener Geräte im Vergleich ist lohnenswert, weil man darauf basierend einen Fokus setzen kann, um Designs spezifisch für häufig verwendete Geräte und Bildschirmgrössen zu erstellen. Häufig wird einem dabei noch deutlicher bewusst, wie wichtig die Darstellung auf mobilen Geräten geworden ist.

In Google Universal Analytics einsehbar unter: Zielgruppe > Mobil > Übersicht

Landingpages im Webdesign

Die Annahme, dass jeder Besucher (ohne Ads) über die Startseite auf die Webseite gelangt ist falsch. Ein Blick auf diesen Report wird Sie überraschen! Insbesondere ist auch interessant zu sehen, was die Besucher nach dem Aufruf der Einstiegsseite machen.

In Google Universal Analytics einsehbar unter: Verhalten > Websitecontent > Landingpages

Wie uns die Absprungrate beim Webdesign hilft

Die Kennzahl “Absprungrate”, auch “Bounce-Rate” genannt, steht für die Anzahl Nutzer, die nach einem Seitenaufruf keine weiteren Aktionen durchführen. Dass Besucher eine  Seite ohne weitere Handlungen und schon nach wenigen Sekunden wieder verlassen, das sieht niemand gerne. Es ist daher selbstredend, dass die Absprungrate möglichst gering sein soll. Mittels Vergleich der verschiedenen Unterseiten können punktuelle Schwachstellen der Webseite evaluiert werden. 

Hat man potenzielle Schwachstellen ausfindig gemacht, geht es darum, Gründe zu finden, und die damit verbundenen Probleme auf der neuen Webseite zu beseitigen.

Mögliche Gründe für eine hohe Absprungrate  sind:

  • uninteressante oder nicht relevante Informationen 
  • unpassende oder verwirrende Gestaltung
  • umständliches Navigationskonzept
  • fehlende Optimierung 

Interessante und für den Besucher relevante Informationen, ein ansprechendes Design und ein tipptopp funktionierendes Navigationskonzept helfen, die Absprungrate zu mindern.

Ebenfalls wichtig sind:

  • Lesbarkeit (Hintergrund, Schriftfarbe, etc.)
  • keine Ablenkungen
  • Optimierung für mobile Endgeräte

Wer die Absprungrate untersucht, sollte sich dabei auf organische Zugriffe d.h. unbezahlte Aufrufe beschränken, da ansonsten Probleme von schlechtem Onlinemarketing mit einfliessen und das Ergebnis verfälschen.

In Google Analytics einsehbar unter: Verhalten > Websitecontent > Websitecontent > Alle Seiten

Conversion Rate als Indikator für gelungenes Webdesign

Jeder Betreiber einer Webseite verfolgt ein Ziel: Verkäufe generieren, Registrierungen und Anfragen erwirken und so weiter. Somit ist die Conversion Rate der zentrale Indikator für den Erfolg einer Webseite und auch dessen Webdesign. Die Überwachung dieser Erfolgszahlen kann in Google Analytics eingerichtet werden.

Wenn ein Besucher eine solche Zielhandlung ausführt, spricht man von Conversion. Die Conversion Rate wird berechnet, indem die Anzahl Ziel-Conversions durch die Anzahl Sessions (oder Seitenaufrufe) geteilt wird und mit dem Faktor 100 multipliziert wird.

Beispiel: Bei einer Webseite mit verschiedenen Produktseiten kann die Conversion Rate der einzelnen Unterseiten miteinander verglichen werden. Gibt es eine Seite, auf der besonders viele oder viel zu wenige Zielhandlungen abgeschlossen werden? Analysieren Sie inwiefern sich diese Seite im Design von den anderen unterscheidet. Verwenden Sie Webdesign Elemente, die funktionieren häufiger und verabschieden Sie sich von Elementen die zwar gut aussehen, aber keine Wirkung erzielen.

Um die Conversion Rate zu erhöhen, kann folgendes unternommen werden:

  • verständliches Wertversprechen
  • vertrauensbildende Elemente
  • unmissverständlicher und gut sichtbarer Call-to-Action
  • Einwände aufgreifen und mit entsprechenden Informationen ausräumen
  • (E-Commerce: Bestellungen als Gast erlauben)
  • (E-Commerce: kostenloser Versand)
  • Mehr Informationen in Form von Text, Videos und Bilder
  • Ablenkungen vermeiden
  • Anreiz für Sofortmassnahmen schaffen

In Google Universal Analytics einsehbar unter: Conversions > Zielvorhaben > Zielvorhabens-URLs

Was lernen wir daraus?

Wer zu Beginn seines neuen Webprojekts die die Verweildauer, die Aufrufe nach Geräten, Landingpages, Absprungrate sowie die Conversion Rate der bestehenden Seite analysiert und die Erkenntnisse in die neue Webseite einfliessen lässt, wird eine spürbar bessere Webseite gestalten und umsetzen können.

Brauchen Sie Unterstützung im Webdesign?

Wenn Sie auch vor der Überarbeitung Ihres Web-Auftritts stehen, kontaktieren Sie uns. Wir helfen Ihnen gerne ein datenbasiertes und nutzerfreundliches Design zu entwickeln. Dadurch erreichen Sie Ihre online Ziele in kürzester Zeit.

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