Hand aufs Herz: Wie lange dauert es in Ihrem Unternehmen, eine neue Landingpage für eine Produktkampagne zu veröffentlichen?
In vielen B2B-Unternehmen sieht die Realität so aus: Das Marketing-Team hat die Strategie fertig, die Texte sind geschrieben, die Bilder ausgewählt. Doch dann beginnt das Warten. Ein Ticket bei der IT-Abteilung. Warten auf den Slot im Sprint. Warten auf die Umsetzung. Bis die Seite live ist, hat der Wettbewerb oft schon reagiert.
Der Grund für diesen Flaschenhals ist oft technischer Natur: Veraltete, monolithische Shopsysteme verweben Inhalt und Technik so eng, dass jede Layout-Änderung einen Eingriff in den Code erfordert. Für ein modernes Marketing-Team, das agil auf Marktveränderungen reagieren muss, ist dieser Zustand untragbar.
Die Lösung liegt in einer Headless-Architektur – einer Trennung von Backend (Datenpflege) und Frontend (Ausspielung). Doch Technik beiseite: Was bedeutet das konkret für den Arbeitsalltag? Hier ist der Anforderungskatalog, den Marketing-Leiter heute an ihr CMS stellen müssen.
1. Visuelle Freiheit: «No-Code» ist Pflicht
Die wichtigste Anforderung eines Marketing-Teams an ein CMS ist Autonomie. Niemand möchte für das Verschieben eines Call-to-Action-Buttons einen Entwickler anrufen müssen.
- Die Anforderung: Ein modernes CMS muss echtes Visual Editing bieten. Marketing-Manager benötigen einen intuitiven Page Builder, mit dem sie markenkonforme Blöcke (Hero-Banner, Text-Bild-Kombinationen, Formulare) per Drag-and-Drop arrangieren können.
- Der Headless-Vorteil: Im Gegensatz zu starren Shop-Templates definieren wir in Systemen wie DatoCMS flexible «Blöcke». Das Marketing-Team kann diese frei kombinieren, ohne jemals das Corporate Design zu «zerstören», da die Design-Regeln im Code hinterlegt sind.
2. SEO-Kontrolle bis ins Detail
Im B2B-Sektor entscheiden oft sehr spezifische Long-Tail-Keywords über den Lead-Eingang. Ein CMS, das SEO nur als «Nachgedanken» behandelt, kostet bares Geld.
- Die Anforderung: Volle Kontrolle über URL-Strukturen (Slugs), Meta-Titel und Descriptions – unabhängig vom Produktnamen im ERP.
- Der Headless-Vorteil: Moderne Headless-Lösungen erlauben die granulare Pflege von strukturierten Daten (Schema.org). Sie können beispielsweise FAQ-Sektionen oder Autoren-Profile so auszeichnen, dass Google sie als «Rich Snippets» (Erweiterte Suchergebnisse) anzeigt. Das steigert die Klickrate massiv, noch bevor der Nutzer auf Ihrer Seite ist.
3. «Content Enrichment»: Wenn Produktdaten Geschichten erzählen
Dies ist der vielleicht kritischste Punkt im B2B-E-Commerce. Ihre «harten» Produktdaten (Masse, Gewicht, technische Spezifikationen) kommen meist aus einem PIM oder ERP. Diese Daten sind korrekt, aber sie verkaufen nicht.
- Die Anforderung: Das CMS muss als «Veredelungs-Schicht» fungieren. Marketing-Teams müssen in der Lage sein, die nüchternen Daten aus dem Shop-System mit emotionalem Content anzureichern: Anwendervideos, Whitepaper-Downloads, Kunden-Testimonials oder ausführliche Case Studies.
- Der Headless-Vorteil: In einer Architektur mit Shopware und DatoCMS fliessen die Basisdaten automatisch ins CMS. Ihr Team fügt dort die Marketing-Story hinzu. Das Ergebnis ist eine nahtlose Produktseite, die informiert und emotionalisiert.
4. Omnichannel: Inhalte einmal erstellen, überall nutzen
Ihr Kunde interagiert nicht mehr nur über den Desktop-Browser mit Ihnen. Er nutzt das Smartphone, vielleicht eine Kunden-App oder informiert sich auf einem Display am Messestand.
- Die Anforderung: «Create Once, Publish Everywhere». Ein Text über eine neue Produktserie sollte nur einmal geschrieben werden müssen und dann automatisch auf der Website, in der App und im Händler-Portal erscheinen.
- Der Headless-Vorteil: Da ein Headless CMS Inhalte medienneutral speichert (rein als Daten, ohne Design-Ballast), können diese über Schnittstellen (APIs) an jeden beliebigen Touchpoint ausgeliefert werden. Das spart dem Marketing-Team hunderte Stunden unnötiger Copy-Paste-Arbeit.
5. Kollaboration und Workflows
In einem Team von sieben oder mehr Personen arbeiten oft mehrere Stakeholder an einem Inhalt: Der Produktmanager liefert die Fakten, der Texter den Feinschliff, der SEO-Manager die Keywords und der Head of Marketing gibt die Freigabe.
- Die Anforderung: Das CMS muss diese Prozesse abbilden. Es braucht granulare Rechtevergaben, Kommentarmöglichkeiten direkt am Objekt und klare Freigabe-Workflows, um Fehler zu vermeiden.
Fazit: Investition in Geschwindigkeit
Der Wechsel auf eine Headless-Architektur ist keine reine IT-Entscheidung. Es ist eine strategische Weichenstellung für die Marketing-Effizienz. Wenn Ihr CMS die oben genannten Anforderungen erfüllt, verwandelt sich Ihre Abteilung von Bittstellern («Könnt ihr das mal hochladen?») wieder in Macher («Wir gehen heute live.»).
Bei Webwirkung setzen wir auf den «Best-of-Breed»-Ansatz: Wir kombinieren die E-Commerce-Power von Shopware mit der Flexibilität von DatoCMS, um genau diese Freiheit zu ermöglichen.
Sind Sie bereit, Ihre Time-to-Market zu halbieren? Lassen Sie uns darüber sprechen, wie Ihr optimales Setup aussehen könnte.

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