Wer sich die umsatzstärksten Onlineshops der Schweiz anschaut, sieht schnell, wo im B2B-Handel das Volumen liegt: bei Händlern und Distributoren. Mercanto, Alltron und Elektro-Material gehören zu den grössten B2B-Shops des Landes (Carpathia, 2026).
Das ist kein Zufall. Distributoren haben die komplexesten Anforderungen im E-Commerce: zehntausende Artikel, Preise pro Kunde, Rahmenverträge, regelmässige Nachbestellungen. Oft kommen Fachkunden und Endkunden zusammen. Wer das online sauber abbildet, gewinnt Zeit im Innendienst und bindet Kunden.
2027 kommt eine neue Anforderung dazu. Einkäufer recherchieren zunehmend mit KI-Assistenten, und erste Bestellungen laufen über KI-Agenten. Diese Agenten lesen keine hübschen Produktseiten. Sie brauchen strukturierte Daten, verlässliche Preise und Bestände.
Hier sind die fünf Punkte, die Distributoren im Onlineshop 2027 lösen sollten.
1. Saubere Produktdaten
Ein Distributor führt oft zehntausende Artikel von hunderten Herstellern. Die Daten kommen in unterschiedlicher Qualität: vom ERP, als Excel, als BMEcat, über Hersteller-Portale oder gar nicht.
Was der Shop braucht:
ein PIM oder eine saubere Datenstrecke, die Herstellerdaten automatisch übernimmt und anreichert
einheitliche Attribute, damit Filter und Suche auch bei grossen Sortimenten funktionieren
technische Datenblätter, Zertifikate und Varianten direkt am Produkt
Warum das 2027 wichtiger wird: Unvollständige Produktdaten sind nicht nur ärgerlich für Kunden. Sie machen Ihre Produkte für KI-Suchen und Agenten unsichtbar. Mehr dazu in unserem Beitrag GEO statt nur SEO: Shops für die KI-Suche optimieren.
2. Kundenpreise
Im Grosshandel gibt es selten den einen Preis. Es gibt Listenpreise, Kundengruppen, Staffelpreise, Projektpreise und Konditionen aus Rahmenverträgen. Wenn der Shop diese Preise nicht zeigt, greift der Kunde zum Telefon, und der Innendienst tippt die Bestellung ab.
Was der Shop braucht:
Preise pro Kunde oder Kundengruppe, direkt aus dem ERP
Staffel- und Mengenpreise sowie vereinbarte Sortimente pro Kunde
Angebotsanfragen für Projektmengen, die im Shop starten und im Verkauf weiterlaufen
Eingeloggte Kunden sollen genau das sehen, was sie auch auf der Rechnung finden.
3. Schnelle Nachbestellung
Der Elektroinstallateur bestellt jede Woche dasselbe Material, die Einkaufsabteilung füllt das Lager auf. Auch die Kosmetikerin benötigt keinen unhandlichen Laptop: Sie steht im Lager, fotografiert einfach die EAN-Codes mit dem Handy ab und sendet die Bestellmenge direkt via WhatsApp. Solche Kunden wollen nicht stöbern, sondern schnell und unkompliziert bestellen.
Was der Shop braucht:
Schnellbestellung per Artikelnummer, CSV-Upload oder direkt über WhatsApp
Einkaufslisten und Merklisten, die das ganze Team nutzen kann
Bestellhistorie mit «Nochmals bestellen» auf einen Klick
Rollen, Budgets und Freigaben für Kunden mit mehreren Bestellern
Shopware bringt dafür mit den B2B Components vieles direkt mit, von der Schnellbestellung über Einkaufslisten bis zu Freigabeprozessen. Was das konkret für Schweizer Händler bedeutet, haben wir hier zusammengefasst: Was die neuen Shopware B2B Components für Schweizer Händler bedeuten.
4. Bestände in Echtzeit
«An Lager» reicht im Grosshandel nicht immer. Kunden wollen wissen: Wie viele Stück, in welchem Lager, wann kann ich es auf der Baustelle haben? Wenn der Shop veraltete Bestände zeigt, verliert er das Vertrauen der Kunden, und die Bestellung geht per Telefon oder an einen Mitbewerber.
Was der Shop braucht:
eine direkte Anbindung an ERP und Lager statt nächtlicher Exporte
Bestände pro Lagerort und verlässliche Lieferzeiten
Auftragsstatus, Lieferscheine und Rechnungen im Kundenkonto
Die Schnittstelle zum ERP ist bei Distributoren meist das Herzstück des Projekts. Sie entscheidet, ob der Shop den Innendienst entlastet oder zusätzliche Arbeit erzeugt.
5. Bereit für KI-Agenten
Das ist der neueste Punkt, und er baut auf den ersten vier auf. KI-Assistenten und Agenten recherchieren Produkte, vergleichen Preise und lösen zunehmend selbst Bestellungen aus. Im B2B liegt das besonders nahe: Nachbestellungen sind repetitiv, Spezifikationen sind klar, und Einkäufer haben wenig Zeit.
Was der Shop braucht:
strukturierte Produktdaten, die Maschinen lesen können
Preise, Bestände und Lieferzeiten, die über Schnittstellen abrufbar sind
saubere APIs, über die Agenten sicher und nachvollziehbar bestellen können
Sichtbarkeit in KI-Suchen wie ChatGPT, Perplexity oder Google AI Overviews
Wer die Punkte 1 bis 4 gelöst hat, ist hier schon weit. Wer nicht, merkt es spätestens, wenn die Agenten der Kunden beim Mitbewerber bestellen.
B2B und B2C in einem Shop
Viele Distributoren verkaufen nicht nur an Fachkunden. Sie beliefern auch Endkunden, direkt oder über einen eigenen Shop. Oft laufen dafür zwei Systeme mit doppelter Pflege von Produkten, Preisen und Beständen.
Mit Shopware's hybridem Modell lassen sich beide Geschäfte in einem System mit einer Lizenz abbilden: ein Produktkatalog, eine ERP-Anbindung und getrennte Verkaufskanäle mit eigenen Preisen, Sortimenten und Funktionen für Fach- und Endkunden. Das spart Kosten, Pflegeaufwand und macht neue Kanäle einfacher.
Was noch? Das Kosten-Verhältnis. Lizenzkosten werden nicht pro einzelnem Shop berechnet und es gibt auch keine direkte Umsatzbeteiligung wie bei anderen Systemen.
Kurz, Shopware ermöglicht hohe Skalierbarkeit:
B2B: Komplexe B2B-Prozesse abbilden und automatisieren
B2C: Individuelle, unlimitierte Frontends für den Markenaufbau bei einem Multi-Brand-E-Commerce-Modell
Wo steht Ihr Shop?
Die fünf Punkte hängen zusammen. Gute Produktdaten, richtige Preise, schnelle Nachbestellung und Bestände in Echtzeit machen den Shop heute besser für Ihre Kunden. Und sie sind die Grundlage dafür, dass Ihr Shop 2027 auch für KI-Agenten funktioniert.
Die meisten Distributoren haben einen Teil davon gelöst und bei einem anderen Teil noch Lücken. Wir schauen gerne gemeinsam mit Ihnen an, wo Ihr Shop steht.
Gespräch vereinbaren: In 30 Minuten gehen wir die fünf Punkte für Ihren Shop durch und zeigen, wo der grösste Hebel liegt.
